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Es war von Anfang an klar, dass wir unseren Irish Terrier "Calou" (geboren 23.04.2006, Rüde, nicht kastriert) auf die Reise mitnehmen würden. Es ist gesund, robust, hat keine Probleme mit Gelenken und einen ausgeglichenen Charakter. Zudem war er auch schon auf vielen früheren Reisen mit dem PW mit dabei und hat sich auch in Griechenland, der Türkei (mehrtägig auf Schiff), auf der Reise durch Albanien, Kroatien, Slowenien usw., in Italien und Frankreich, Deutschland und Oesterreich immer wohl gefühlt. Mit den vielen "Kollegen" im Ausland (auch den Streunern) hat es sich immer arrangiert und es ist nie zu ernsthaften Raufereien gekommen. Einzig mit sehr agressiven Katzen hatten wir zwei Mal in Kroatien unangenehme Begegnungen.

Während der Reise durch Kanada, USA und Mexico haben wir festgestellt, dass das Mitführen eines Hundes Vor- und Nachteile mit sich bringt. Calou bringt eine gewisse Sicherheit "an Bord". Er ist während der Reise beschützerisch geworden und lässt nicht ohne Weiteres einen Besucher ins Wohnmobil.  Er veranlasst uns zu den üblichen früheren Morgen- und den späteren Abendspaziergängen.  Die Grenzübergänge sind in der Regel erstaunlich einfach und nach den Papieren wird so gut wie nie gefragt (Details siehe "Einreiseinformationen").

Gesundheit: Vorbereitungen braucht es in Bezug Impfungen, Ausweis, Chip usw. Für die Einreise nach Kanada und die USA reicht die Tollwutimpfung und die anderen regelmässigen Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Paravirose und Zwingerhusten (Nobivac Lepto/Nobivac DHPPi) sind grunsätzlich nicht zwingend aber sicher von Vorteil (zum Schutz des Hundes). Auch verabreichen wir Calou alle 3 Monate eine Herzwurmprophylaxe (Milbemax), obwohl er zum Glück bei der Nahrungsaufnahme sehr wählerisch ist.

Ausweis: Wir führen einen Heimtierausweis mit allen Angaben über Besitzer, Beschreibung des Tieres, Kennzeichnung des Tieres (Mikrochip-Nr.) und den Einträgen über alle Impfungen mit.

Einreiseinformationen Kanada:
Canadian Food Inspection Agency / Agence canadienne d'inspecion
59 Camelot Drive, Ottawa, Ontario, K1A 0Y9, Canada
Tel. 001 613 225 2342 -- Fax 001 613 228 6601
http://www.inspection.gc.ca/english/anima/animae.shtml oder bei www.scalibor.ch

Erfahrungen: Ausser bei der ersten Einreise (Formular ausfüllen und Gesundheitskontroll-Kosten bezahlen) am Flughafen in Montreal mussten nie irgendwelche Dokumente für den Hund gezeigt werden. Nie wurde bei den Grenzübergängen nach "Hund" gefragt und wir hatten somit auch keine Veranlassung, Calou zu "deklaieren". In Restaurants sind Hunde verboten. Im Gegensatz zu den USA dürfen Hunde auf in den meisten Trails in National- und anderen Parks an der Leine mitgeführt werden (immer mit der Bemerkung auf den Informationstafeln "wenn es unbedingt sein muss"). Das Führen an der Leine wird nur teilweise befolgt.

Einreiseinformationen USA:
http://bern.usembassy.gov oder bei www.scalibor.ch

Erfahrungen: Die Papiere für den Hund wurden nie verlangt. In Restaurants, Shopping-Malls, Einkaufsläden sind Hunde verboten, ebenso auf Trails in den State- und Nationalparks und an vielen Stränden. Die Bussen sollen bei Nichtbefolgung recht hoch sein und trotzdem werden diese Verbote oftmals nur mässig beachtet und befolgt. Es heisst an den Tafeln meistens: "Hunde an die Leine, die Leine darf nicht länger als 6 Fuss (1.80m) lang sein" - machen die Amerikaner auch, aber....... die Hunde laufen mit der angehängten Leine frei rum!!! 

Einreiseinformationen Mexico:
http://consulmex.sre.gob.mx/frankfurt/index.php/de/einfuhr-von-haustieren

Erfahrungen: Bei der Einreise nach Mexiko haben wir unseren Hund am Zoll erwähnt. Weder für das Tier noch für die Papiere hat sich jemand interessiert. Kurz nach der Grenze stellt man fest, dass in Bezug auf Tiere und insbesondere auch auf Hunde andere Massstäbe gelten. Es gibt viele "streunende" Hunde, die ihr Territorium verteidigen und sich entsprechend verhalten, d.h. sich relativ schnell in Kämpfe einlassen. Ein "Trick" aus der Türkei scheint auch hier zu wirken: Zeigt sich ein fremder Hund deinem Hund oder dir gegenüber aggressiv, bückt man sich und nimmt Steine auf. Sollten keine Steine vorhanden sein, "tut man als ob", der Hund merkt den Unterschied nicht. Die Hunde fürchten sich vor Steinwürfen und suchen in der Regel schnell das Weite.  
Hunde können in Restaurants mitgenommen werden und können in der Regel frei laufen gelassen werden, insbeondere auch an den Stränden.

Fähren Mexico: Auf den Baja Fähren dürften Hunde grundsätzlich nicht im Auto gelassen werden. Sie müssen grundsätzlich in den Schiff-Kennels untergebracht werden. Auf der Fähre von La Paz nach Los Mochis stehen die Kennels im auf dem offenen Deck, direkt hinter dem Kamin und je nach Passage voll in der Sonne. Während der Fahrt darf man nicht zu den Kennels, da auf dem Deck auch Lastwagen stehen.
Aber......... Auf der Internetseite von Simone und Olav (www.two-vagbonds.de) lesen wir, dass sie für die Ueberfahrt ihrer (inzwischen) zwei Hunde Paco und Mexi von einem Tierarzt ein Zeugnis bekommen haben, in welchem steht, dass die Tiere aus gesundheitlichen Gründen im Fahrzeug besser aufgehoben sind und die Bewilligung erhalten haben, dass die beiden im Fahrzeug bleiben durften. So beschliessen wir, uns ebenfalls eine solche Bewilligung zu beschaffen. Einen Besuch beim Tierarzt mit Calou für das besagte Papier für die Fähre ist erfolgreich und wir erhalten dieses ohne Probleme. Im Papier ist erwähnt, dass Calou in einer Hundebox überreagieren würde und aggresiv und beisswütig würde!!! Unser Hund, der schon manche Flüge ins seiner Box hinter sich hat und eigentlich lammfromm ist – ha,ha. Ja mit etwas Pesos, den richtigen Kontakten, Tipps und Charme ist hier manches zu erwirken.
Uebrigens........ Wir haben Calou einfach im Wohnmobil gelassen und keiner hat dies bemerkt, es wäre diesmal auch ohne Arztzeugnis gegangen.

Ausreiseinformation Mexico:
Mit dem Wohnmobil sind wir in Tecate aus Mexico ausgereist und es wurden keinerlei Papiere von Calou verlangt.

Ausreiseinformation mit Flug - ACHTUNG, es werden Ausreisepapiere für Hunde verlangt, egal, ob man in die Schweiz, nach Europa, Amerika oder sonstwohin fliegt.
Unser Vorgehen: 
Wir nehmen mit der Vertretung von Edelweiss Kontakt auf. Es wird uns versichert, dass keine zusätzlichen Papiere für den Hund benötigt werden und wir einfach zur gegebenen Zeit zum Check-in gehen sollen (Falsch!!!!). Wir glauben dies nicht und bitten die Dame bei der Information doch mit dem Veterinäramt auf dem Flughafen Kontakt aufzunehmen und sich dort nochmals zu erkundigen. Und tatsächlich……. Wir, respektive Calou, brauchen Ausfuhrpapiere! Das Amt ist im Terminal 2 im Ankunftsterminal. So geht Ernest mit Calou also zur „Direccion General de Salud Animal“ und bekommt das benötigte „Certificado Zoosanitario Para la Exportacion de Animales“. Das reicht aber noch nicht und Ernest soll zu einem Veterinär in die Stadt fahren und ein weiteres Papier, d.h. ein „Certificado de Salud“ abholen. Die Leute in diesem Amt sind sehr freundlich und Ernest erreicht (wohl mit seinem Charme bei einer netten Dame), dass der Veterinär zum Flughafen kommt. Ich warte derweilen mit dem Gepäck in der Abflughalle. Tatsächlich kommen Ernest, der Veterinär und Calou nach etwa 3 Stunden anmarschiert. Der Veterinär kassiert US$ 60.- und wir bekommen das entsprechende, sehr amtlich aussehende Certificado de Salud. Der Veterinär schaut übrigens Calou gar nicht an sondern schreibt lediglich die auf dem Papier benötigten Daten von Calou’s Reisepass ab.  Beim Check-in wurde als erstes nach diesen Papieren gefragt. Die Papiere können auch einige Tage vor Abflug besorgt werden. Unbedingt genügend Zeit einplanen (3-4 Stunden).