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2013 Kolumbien - Schweiz                                    km
04.03.2013/Mo                     Cartagena0
05.03.2013/DiCartagena - Hafen20
06.03.2013/MiCartagena - Bogota0
07.03.2013/DoBogota - Paris - Zürich (ohne Calou)               0
08.03.2013/FrZürich0
09.03.2013/SaZürich0
10.03.2013/SoZürich0


Wochenbericht,  04.-10. März 2013/ Cartagena - Zürich
Bereits um 9 Uhr sind wir bei den de la Rotas imBüro. Es macht den Anschein, dass der Anruf von Alberto sehr genützt hat.Tatsächlich können wir morgen Bob definitiv in den Hafen bringen. So machensich Sonja und Ernest auf, einen Teil des Papierkrams zu erledigen.Insbesondere steht heute der Gang zur Drogenkontrolle an, d.h. die Papiere fürdiese müssen vorbereitet werden. Ich warte derweil vor dem Büro im kleinenBistro und kann wieder in meinem spannenden Buch lesen usw.  Am frühen Nachmittag werden nochmals einigePapiere unterzeichnet und dann können wir wieder zurück zu Bob. Wir„verbarrikadieren“ die Dachlucke und machen die letzten Reinigungsarbeiten.Schnell sind auch unsere Reisetaschen gepackt. Das erste Mal schlafen wir nichtin unseren Betten, sondern im „Gästebett“ bei der Sitzbank.



Dienstag: Wecker geht um 6 Uhr. Die Fensterbleche bringen wir an, unsere Dokumente nehmen wir aus dem Safe und verfrachten alles aus der Fahrerkabine in die Wohnkabine – inklusive Ersatzteile, Radio, Rückwärtskamera usw. Dann fahren wir mit Bob zu Ernesto und Sonja. Hier deponieren wir unser Reisegepäck. Den ganzen Tag verbringen wir zusammen mit Sonja beim Hafen. Wir versuchen gar nicht mehr zu nachvollziehen, was genau abläuft, Ernest unterschreibt immer wieder da ein Papier und dort wieder ein Papier, bis er endlich mit Bob gegen Abend in den Hafen fahren darf. Mit Sonja fahren wir zurück zum Büro und bezahlen noch alle Aufwendungen der de la Rotas. Da uns Alberto angeboten hat, die letzte Nacht in seinem Apartement verbringen zu dürfen, fahren wir mit einem Taxi zur Calle Carrera/Calle 2.


Von einem Pförtner werden wir in den 4 Stock geleitet in das tolle Appartement von Alberto mit Sicht einerseits auf das Meer und andererseits auf die Dächer der Altstadt. Zu Fuss geht es mit Alberto und Luce zum Nachtessen in ein uns noch unbekanntes Quartier von Cartagena. Es gäbe noch viele schöne Ecken zu entdecken – die Stadt bietet wirklich sehr viel an Lebensqualität.



Es gibt Frühstück. So recht hungrig sind wir nicht, denn unsere Gedanken sind nach wie vor viel bei Calou. Gegen Mittag fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Uns geht es nicht sehr gut. Es ist uns bewusst, dass wir mit jedem Flug weiter weg sind von Calou und selber nichts mehr bewirken können. Der Flug mit Avianca führt über die Gebirgslandschaft in das breite Hochtal von Bogota. Auf dem modernen Flughafen von Bogota kaufen wir noch zwei Flaschen Zapata-Rum im Dutyfreeshop. Bereits in der Abenddämmerung hebt die Maschine der Air France in Bogota ab und zahlreiche Gewitter begleiten uns bis an die Karibikküste über Venezuela.
Bei strömendem Regen landen wir in Paris an einem Gate irgendwo im „Niemandsland“. Mit dem Shuttlebus geht es zur Zollkontrolle. Natürlich haben wir in Bogota nicht daran gedacht, dass wir nochmals durch einen Zoll müssen. Die Rumflaschen in unserem Handgepäck sind ein „no go“ – wir lernen wohl nichts mehr dazu. Die einzige Lösung ist, das Handgepäck mit dem Rum als Reisegepäck aufzugeben – wir entscheiden uns dafür und Ernest macht sich auf den Weg. Zuerst wird er zur falschen Abflugshalle gewiesen und muss den ganzen Weg wieder zurück zu einer anderen Halle. Das Prozedere zieht sich in die Länge. Ich gehe schon mal zum Abfluggate für den Flug nach Zürich. Ich werde nervös, Ernest ist 30 Minuten vor Abflug immer noch nicht da. Gerade noch rechtzeitig, 20 Minuten vor Abflug kommt er dann doch. In Zürich werden wir von Michèle und Marc abgeholt. Wir sind froh, wieder zu Hause zu sein und auch sehr traurig, dass Calou nicht mit dabei ist.



Unser Haus ist sehr leer ohne Calou. Zum Glück haben wir einiges zu erledigen und dürfen am Freitag auch gleich Marc hüten. Wir befassen uns mit dem Gedanken, bald (auch wenn Calou doch irgendwann gefunden wird) wieder einen Hund/Welpen zu uns zu nehmen. So begeben wir uns via Internet auf die Suche und werden in Deutschland bei der Zucht Irish Fellow fündig. Ein Weibchen wäre noch zu haben. Das Ganze soll aber gut überlegt sein. Nächste Woche möchten wir uns die Zucht und die kleine Hündin erst einmal anschauen. Auch bis Sonntag haben wir von Kathy und Samantha leider keine positive Nachricht erhalten. Calou wurde nicht wieder gesehen. Irgendwie können wir es immer noch nicht fassen, dass er verschwunden ist und ich hoffe natürlich immer noch, dass er auftaucht. Ich weiss, dass Ernest nicht mehr daran glaubt.

Kurzgeschichte 06/13 – Kathy, Azael, Samantha und Alexis werden bedroht
Kathy ruft an und erzählt uns einehaarsträubende Geschichte. Sie sei von einem Mann angerufen worden und dieserhätte mitgeteilt, dass er Calou gefunden habe. Calou könne an einer bestimmtenAdresse abgeholt werden. Die ganze Geschichte sei ihr von Anfang an nicht ganzgeheuer gewesen. Erstens habe der Anrufer kein Foto von Calou schicken könnenund zweitens seine Handynummer nicht hinterlassen können. Die Adresse, wo Calouhätte sein sollen, sei in einer ganz schlechten Gegend gelegen und sehr weitvom Flughafen entfernt. So haben sie sich trotzdem zu viert (Samantha undAlexis, Kathy und Azael) auf den Weg gemacht. Beim Haus angekommen, kam einbewaffneter Kerl heraus. Alle ausser Azael haben sich zum Auto zurückgezogen,weil sie dem Kerl nicht getraut haben und gespürt haben, dass hier etwas nichtstimmt und bestimmt hier auch kein Hund abzuholen ist. Der Kerl hätte zwarAzael noch mitgeteilt, dass man den Hund nicht rausgeben werde, weil dieGrossmutter ihn behalten wolle. Den Finderlohn wolle er aber trotzdem und hatAzael dann mit der Waffe bedroht. Azael ist zum Glück auch gleich zum Autolosgerannt und konnte dem Typ entkommen. Anscheinend hat er auch nochgeschossen. Auf diese Geschichte hin habe ich Kathy gesagt, dass künftig solcheSuchaktionen nur mit Polizeischutz durchgeführt werden dürfen.


2013In Zürich  km
11.03.2013/Mo          In Zürich 0
12.03.2013/DiIn Zürich - Anruf, dass Calou gefunden wurde            0
13.-21.03.2013/Mi-Do     In Zürich0
22.03.2013/FrFlug Zürich - Panama0
23.03.2013//SaIn Panama0
24.03.2013/SoIn Panama - Flug Panama - Amsterdam0
25.03.2013/MoAmsterdam - mit PW nach Zürich - Happy End0
26.03.2013/DiIn Zürich - Besuch bei Tierärztin - alles ok!0

Wochenberichte  11.–25. März 2013/ Zürich – Panama – Amsterdam – Zürich
Wir entschliessen uns, am Mittwoch nachDeutschland zu fahren um das kleine Terriermädchen zu besichtigen, mehrereFotos und kleine Videos haben wir auf dem Internet bereits gesehen. HeuteDienstag, den 12.3. ist Marc bei uns. Um etwa 14 Uhr läutet mein Handy – ichhöre ein Gekreische und verstehe „We have him – we have him!“ Kathy und Samanthasind ausser sich, sie weinen und brüllen ins Telefon, dass sie Calou gefundenund gefangen haben. Ich habe Marc auf dem Arm und breche unweigerlich in Tränenaus. Sofort laufe ich zu Ernest in den Keller, er arbeitet an der Treppe, umihm die gute Nachricht zu überbringen. Ich kann mich kaum halten und vor lauterFreude muss ich immer wieder weinen. Kurz nach dem Anruf erhalten wir eine SMSmit einem Bild von Calou in seinem Kennel und wir können sehen, es ist wirklichCalou ist.


Kathy und Samantha bringen Calou sofort zum Veterinär in die Tierklinik Lassie zu Frau Dr. Letti. Erst wird er gewaschen, von den zahlreichen Zecken befreit, gefüttert und genauestens untersucht. Seine Blutwerte sind schlecht und er hat die Zeckenkrankheit „Ehrlichiose“.


Die Tierärztin ist aber zuversichtlich und meint, nach seiner Kur mit Antibiotikum und anderen Medikamenten werde er wieder gesund.


Dank seinem guten Zustand und einigen kleineren „Pölsterchen“ habe er seine Freiheit gut überstanden und zudem – Calou sei ein Terrier – zäh und robust. Wir erhalten zahlreiche Fotos per SMS. Calou sieht schon arg mitgenommen aus.


Kathy wird Calou nach Hause nehmen und ihn wieder „aufpäppeln“ und ihm die jetzt notwendige Zuneigung geben. Frühestens in etwa 10 Tagen können wir ihn in Panama abholen meint die Tierärztin.


Natürlich müssen wir die gute Nachricht unseren Kindern, Familien und Freunden gleich mitteilen – alle freuen sich ganz toll mit uns. Den morgigen Termin bei der Terrierzucht stornieren wir, die Züchter haben volles Verständnis und freuen sich mit uns, dass Calou wieder aufgetaucht ist.

13.03.-21.03.2013/Mi-Do  In Zürich
Täglich erhalten wir von Kathy Fotos und kleine Filmsequenzen von Calou. Wir können sehen, dass es ihm täglich besser geht – dafür sind wir Kathy sehr dankbar. Schon nach einigen Tagen ist klar, dass Calou alles gut überstehen wird und wir ihn am Wochenende vom 22.-24. März abholen können. Daniela L. wird mit mir fliegen und Ernest wird uns am Montag zusammen mit Ernesto V. in Amsterdam mit dem Auto abholen. So muss Calou nur einen Flug hinter sich bringen. Kathy bekommt leider mit ihrem Arbeitgeber Copa Airlines und mit der Polizei noch Schwierigkeiten.


Copa und die Polizei haben erfahren, dass Calou gefunden wurde, dies obwohl niemand von uns Beteiligten etwas verlauten liessen. Beide Stellen wollten Calou, warum auch immer. Man hat Kathy sogar beschuldigt, den Hund gestohlen zu haben und zu Unrecht zu sich genommen zu haben. Kathy und Samantha haben alles daran gesetzt, dass niemand Calou sieht. Die Polizei war ein paar Mal an der Tür sowohl bei Kathy wie auch bei Samantha – niemand hat aber aufgemacht! Kathy hat mit der Polizei am Telefon gesprochen und hat denen die „Kappe gewaschen“ sowie die Frage gestellt, warum die Polizei so intensiv nach einem gefunden Hund sucht. Täglich verschwinden in Panama Kinder und Erwachsene und es sicher sinnvoller, nach diesen zu suchen. Eine konkrete Antwort hat sie nicht erhalten, aber die Polizei ist nicht mehr aufgetaucht.


22.3.2013: Früh am Morgen geht es los, zuerst nachAmsterdam und dann weiter nach Panama City. Leider können wir auf dem langenFlug nicht beieinander sitzen, obwohl es anders bestätigt wurde. Eine grössereSchulklasse musste wohl zusammen sitzen und so hat die FluggesellschaftEinzelreisende auseinander gesetzt. Der Flug verläuft ruhig, will aberirgendwie nicht enden. Gegen 17 Uhr landen wir in Panama auf dem TocumenAirport und schon fängt es wieder an……. Der Pilot wird vom Tower an einfalsches, zu wenig hohes, Gate gelotst! So müssen wir warten, bis ein Fahrzeugorganisiert ist, um den Flieger rückwärts wieder rauszuschieben und an dasrichtige Gate zu fahren – dauert geschlagene ¾ Stunden. Erfreulich dann aberist, dass uns Jorge gleich am Ende des Fingerdocks in Empfang nimmt und uns aufeinem schnellen Weg mit dem Lift und einigen Nebengängen zur Immigration führt.Hier können wir uns umgehend zum Schalter für Einheimische begeben und sindnach ein paar Minuten durch. Das Gepäck, gefüllt mit Geschenken und Schokoladeist schnell da. In der Ankunftshalle werden wir von Kathy und Samanthastürmisch begrüsst. Calou wurde zu Hause gelassen und wartet dort auf uns. DaKathy ja leider Schwierigkeiten bekommen hat mit Copa, begeben wir uns alserstes zur Polizeistation und lassen uns bestätigen, dass Calou gefunden wurde,er von Kathy in meinem Einverständnis umsorgt wurde und der „Fall Calou“ beider Polizei abgeschlossen werden kann. Auch dies dauert wieder eine gute Stundeund bereits bei Dunkelheit machen wir uns auf den Weg ins Haus zu Kathy, Azaelund Sarah. Im Auto wurden wir alle immer nervöser, vor allem natürlich ich. Wirwerden noch informiert, dass auch Gerardo und Erika (Journalisten/Filmemacher)anwesend sind und die Zusammenkunft mit Calou filmen werden. Das „Happy Endwith Calou“ soll im Fernseher gezeigt werden. Ja, dann ist es soweit. Wir gehenins Haus und Calou hockt wartend auf dem Sofa. Er sieht uns und spurtet sogleich los, springthoch und kann sich für eine lange Zeit kaum beruhigen – wir auch nicht. Es isteinfach nur schön, Calou wieder zu haben. Er ist nach wie vor recht dünn, aberdas kriegen wir schon wieder hin!!!


Eine gute Stunde bleiben wir noch im Haus und werden dann von Kathy ins Hotel Albrook Inn gefahren. Hier stellen wir den von Kathy sauber gereinigten Calou-Kennel ins Zimmer neben das Bett und sind gespannt, wie sich Calou verhält. Wir haben Bedenken, dass er sein Verschwinden mit dem Kennel in Verbindung bringt. Unsere Bedenken sind aber unbegründet – Calou verzieht sich nach dem Essen gleich in seine „Loge“ und geniesst wohl die weiche Unterlage und Geborgenheit. Im Restaurant vom Hotel gibt es ein leichtes Nachtessen und alle im Hotel freuen sich sehr, dass Calou wieder bei uns ist. Die ganze Geschichte hat jeder mitbekommen, wir haben den Flyer ja auch hier verteilt.



Heute Samstag werden wir wieder von Kathy und Samantha abgeholt und wir starten eine „Dankeschöntour“ in Tocumen. Aus der Schweiz haben wir Osterneste mitgenommen und viel Schokolade. Zuallererst geht es in die Tierklinik zu Frau Dr. Letti. Sie untersucht Calou noch einmal und macht nochmals eine neue Blutanalyse. Der Gesundheitszustand ist absolut zufriedenstellend und wir erhalten das definitive ok für den Rückflug. Wir alle, insbesondere Frau Dr. Letti, weinen beim Abschied grosse Tränen – sie freut sich extrem über das Happy End.


Weiter geht es zum Hotel Riande, wo wir uns an der Rezeption und bei den Shuttlebusfahrer mit je einem grossen Osternest bedanken. Auch Calou wird freudig begrüsst und bestaunt. Dann geht es zum Polizeiposten, auch hier geben wir einige Toblerone ab. Zum „Calou-Fundort“ hat Kathy den Polizisten, welcher Calou entdeckt hat, „aufgeboten“.


Er erhält von uns ebenfalls einen angemessenen Finderlohn, viele Dankeschöns und eine riesige Toblerone. Leider ist der ältere Mann, welcher Calou gefüttert hat und auch den Hauptanteil am Auffinden und wohl auch am Überleben von Calou trägt, nicht hier. Wir können ihn auch im Dorf nicht finden – schade, gerne hätten wir ihm nochmals persönlich gedankt. Ihm hat Kathy schon am Tag als Calou gefunden wurde, den Finderlohn von U$ 500.- ausgehändigt. Diesen hat er mit seinen zwei „Mitpförtnern“ aufgeteilt. Wie genau Calou gefunden wurde steht in der Kurzgeschichte 07/13. Dann geht es weiter zum Unigelände und wir fahren direkt zum Saustall und zu den Schafen. Zu unserer grossen Freude sind auch Ing. Lopez und seine Frau da. Sie können sich kaum erholen, als sie Calou sehen – beide wissen nicht, dass er gefunden wurde. Viele Tränen fliessen hier.


Auch hier können wir nochmals viele Dankeschöns und Schokoladen abgeben. Am frühen Nachmittag fahren wir zurück zum Hotel und genehmigen uns ein Mittagessen und einige Drinks im Garten. Zu unserer grossen Freude sehen wir im Geäst eines Baumes zwei grosse Tukane. In ganz Zentralamerika haben wir Ausschau gehalten und ausgerechnet hier in Panama im Hotel flattern die vor unserer Nase herum. 


Abend fahren wir zusammen auf die Isla Flamengo zur Taverne Benningan’s zum Nachtessen. Leider kann Alexis, der Mann von Samantha nicht mitkommen – schade, ihn hätten wir auch gerne mal kennen gelernt. Hier verteile ich unsere Geschenke, eine Uhr und ein Couvert mit einem „Finderlohn“ den Damen, ein Sackmesser den Herren und der kleinen Sarah eine Tasche in Form einer Schweizer Kuh und einen sprechenden und auf Befehle gebenden gehorchenden Plüschhund. Das Essen ist gut, vor allem aber reichlich. Spät am Abend geht es zurück zum Hotel und erschöpft fallen wir in unsere Betten.



Nach dem Frühstück gehen wir mit Calou „Gassi“.  Von der Leine wird er aus Sicherheitsgründen nicht gelassen und trägt sogar ein Gstältli – wir wollen keinerlei Risiko eingehen, da wir noch nicht genau wissen, wie sich Calou verhält. Zum Glück haben wir ihn nicht von der Leine gelassen, sehen wir doch im nahegelegenen Bach, keine 20 Meter von uns entfernt, ein etwa 1m grosser Cayman liegen!


Daniela soll wenigstens von Panama denPanamakanal und die Schleuse Mirador sehen. Samantha fährt uns hin und passtauf Calou und Calouha auf. Wir gehen die Treppe hinauf und oh je…. Hundertewollen rein und die Schlange ist endlos. Soviel Zeit wollen wir nichtinvestieren und da muss ich mir was einfallen lassen. Wir gehen direkt in dieNähe der Kasse und ich erblicke zwei amerikanische Ehepaare, welche alsübernächstes zahlen werden. Ich spreche einen der Senioren an und erkläre, dasswir gerne die Schleuse sehen möchten, unser Flieger aber bereits am frühenNachmittag startet – und frage, ob er uns nicht auch gleich ein Ticket kaufenkönnte, einmal Senior und ein normales Ticket für Erwachsene. Kein Problemmeint er  - nur, die Dame mit den grauenHaaren (Daniela), für die kaufe er auch ein Seniorenticket! So getan und wirsind in 5 Minuten drin. Zuerst sehen wir uns den Informationsfilm an, welchereinen guten Einblick in die Geschichte gibt. Dann gehen wir durch das Museum,welches über 4 Stockwerke führt und am Schluss gelangen wir auf die obersteAussichtsplattform. Leider ist gerade kein Schiff zu sehen und so kommen wirnicht in den Genuss einer effektiven Durchfahrt. Ich glaube, einen ungefährenEinblick von der  Erstellung und derDimension dieser Anlage bekommt Daniela trotzdem mit. Zurück zum Hotel, Kennelund Gepäck einladen und weiter geht die Fahrt Richtung Flughafen. Wir stehen imStau und zum Glück haben wir genügend Zeit eingerechnet. Unterwegs kaufen wirnoch Kabelbinder. Der Kennel soll so nochmals gesichert werden, so dass niemandihn einfach so öffnen kann.


Am Flughafen wartet bereits Jorge. Wir erledigen das Check-in und Calou wird nach dem Scannen der Hundebox – diesmal sind wir alle dabei – in den Kennel verfrachtet.


Wir verabschieden uns von Jorge. Er wird Calou mit dem Kennel bis ins Flugzeug begleiten um sicher zu gehen, dass ja nicht noch etwas passiert.


Bald auch nehmen wir Abschied von Sarah, Kathy und Samantha.


Für deren Einsatz sind wir unendlich dankbar. Im Flugzeug selber muss eine Flugbegleiterin selbstverständlich nochmals beim Pilot rückfragen, ob Calou auch eingeladen wurde, obwohl wir 100%iges Vertrauen in Jorge haben.
Der Nachtflug verläuft ruhig und wir können doch etwas schlafen. In Amsterdam geht es zügig durch die Immigration und bei der Gepäckabgabe warten wir auf Calou. Durch die Scheiben haben wir bereits Ernest und Ernesto V. entdeckt. Calou lässt auf sich warten, kommt dann aber nach bangen 20 Minuten doch mit einem Begleiter im Kennel in die Halle. Beim Zoll wird nach den Papieren von Calou gefragt und alles ist in Ordnung. Calou entdeckt Ernest und begrüsst auch ihn stürmisch – und trotzdem so, wie wenn er mal kurz weggewesen wäre. Mit dem Shuttlebus fahren wir zum Hotel Ibis wo unser Auto steht und die Herren übernachtet haben. Daniela geht noch mit Calou spazieren.


Calou mag sich ganz offensichtlich an die Gegend erinnern und sucht nach den Schneehasen, welche er Ende Januar gejagt hat. Auf der Autobahn kommen wir zügig voran und wollen unterwegs noch in Saverne Abendessen. Das vorgesehene Restaurant das wir kennen gibt es leider nicht mehr. Wir erkundigen uns bei einer Dame ob es ein anderes gutes Restaurant hat in der Nähe und uns wird das Restaurant Le Marne empfohlen. Eine wunderbare Empfehlung – wir haben gegessen wie die Fürsten und platzen nachher schier aus allen Nähten. Die Auffahrt auf die Autobahn verpassen wir und so geht es auf der Landstrasse in Richtung Strassburg. Dort weiter auf die Autobahn. Schon seit geraumer Zeit wissen wir, dass bald der Diesel ausgeht. Kurz vor der Grenze fahren wir in ein Dorf und finden erst nach langem Suchen, trotz Navi, eine Tankstelle. Um Mitternacht kommen wir wohlbehalten zuerst in Höngg und dann in Altstetten an. Mit Calou gehen wir noch auf einen Spaziergang und im Haus stürmt er in alle Zimmer und will sich wohl selber vergewissern, dass alles noch beim alten ist. Calou scheint wieder oder immer noch der „Alte“ zu sein – wir sind gespannt, ob sich später noch einige „Panama-Nachwehen“ zeigen.


Wie und wann weiter? Bob haben wir am Wochenende vom 20.04.2013 in Zeebrügge abgeholt. Er ist wohlbehalten und ohne weitere Schäden angekommen. In Zürich wurde er intensiv gereinigt. Am Wochenende vom 01.06. haben wir die Offroad Messe in Bad Kissingen besucht und wohl den „worst case“ gut überstanden. Zu viert mit zwei Hunden haben wir die grosse Schlammschlacht erlebt und auf unserer Fahrt die vielen, über die Ufer getretenen Gewässer gesehen. Auf dem Rückweg haben wir Bob zu Woelcke nach Heimsheim gefahren. Dort werden einige Aenderungen und Verbesserungen vorgenommen. Im September und Oktober fahren wir mit Freunden im Bob nach Griechenland und auf dem Landweg via Albanien, Kroatien usw. wieder nach Hause. Vielleicht gibt es dann noch weiteres zu sehen in Europa.
Im nächsten Jahr im Frühjahr soll es wieder auf „grosse Reise“ gehen – ob nach Südamerika verschifft wird oder wir in Richtung Osten fahren ist noch offen – sobald es feststeht, lassen wir es Euch wissen.
Allen Reisenden, die wir getroffen haben und noch auf Reise sind, wünschen wir gute Fahrt und hoffen sehr, dem einen oder anderen nächstes Jahr wieder zu begegnen.
Einen Dank allen, die uns begleitet haben, mit uns mit gefiebert haben, uns moralisch unterstütz haben und unsere Internetseite gelesen haben. Fortsetzung folgt bestimmt.